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Darmflora im Fokus: Wie gesunde Bakterien die Blutgefäße jung halten

Forschende der Universität Zürich haben herausgefunden, dass Blutgefäße schneller an Elastizität verlieren, wenn sich viel Phenylessigsäure (Phenylacetat) im Blut befindet. Dieser Stoff entsteht beim Abbau der Aminosäure Phenylalanin, die besonders in größeren Mengen in rotem Fleisch, Milchprodukten und bestimmten Süßstoffen wie Aspartam vorkommt. Das könnte erklären, warum sich bei vielen Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen der Zustand weiter verschlechtert, obwohl bekannte Risiken wie Bluthochdruck oder Diabetes behandelt werden. Vor allem ältere Personen sind betroffen.

Bestimmte Darmbakterien – insbesondere aus der Gruppe der Clostridien – wandeln Phenylalanin in Phenylessigsäure um. Dieser Stoff schädigt die Innenwand der Blutgefäße: Die Zellen dort hören auf, sich zu erneuern und setzen stattdessen entzündungsfördernde Botenstoffe frei. Dadurch werden die Gefäße steifer und funktionieren schlechter. Mit zunehmendem Alter verändert sich die Zusammensetzung der Darmflora. Ungünstige Bakterien können überhandnehmen. Dem kann entgegengewirkt werden, indem man ballaststoffreich isst.

So werden nützliche Darmbakterien gefördert, die kurzkettige Fettsäuren wie Essigsäure oder Butyrat bilden. Das sind Stoffe, die die Gefäße schützen können. Auch Lebensmittel mit vielen Antioxidantien und entzündungshemmenden Inhaltsstoffen unterstützen die Gefäßgesundheit.

Saravi, S. et al.
Gut microbiota-dependent increase in phenylacetic acid induces endothelial cell senescence during aging
Nature Aging 5/2025

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